Die Apotheken im Aargau – nahe an der Bevölkerung

Die Apotheken im Aargau – nahe an der Bevölkerung

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Der Aargau verfügt über eine flächendeckende Versorgung durch Apotheken im ganzen Kanton, ergänzt durch drei 24h-Notfallapotheken und einige selbstdispensierende Arztpraxen in ländlichen Gemeinden. Im Vergleich zu den Kantonen Luzern und Solothurn, welche den Medikamentenverkauf durch Arztpraxen erlauben (Selbstdispensation), steht der Bevölkerung im Kanton Aargau sowohl in urbanen Zentren als auch in ländlichen Gebieten von eine einfach erreichbare Arzneimittelversorgung sowie die spezialisierte Fachberatung durch Apotheken zur Verfügung.
Durch die konsequente Trennung von Verschreibung und Abgabe von Medikamenten profitiert die Bevölkerung von wohnortnahen Versorgung durch Apotheken. Es ist davon auszugehen, dass sich das Apothekennetz mit Einführung des Medikamentenverkaufs durch Hausärztinnen und Hausärzte an das der Kantone Solothurn und Luzern angleicht und insbesondere die einfache Versorgung bis in die Peripherie nicht erhalten werden kann.

Erste Anlaufstelle: Apotheken sind ohne Termin erreichbar, bieten lange Öffnungszeiten und einen Notfalldienst. Dadurch können sie Hausarztpraxen und Spitäler bei Bagatellerkrankungen und einfachen Gesundheitsfragen entlasten.
Versorgung trotz Hausärztemangel: Gerade weil der Hausärztemangel in ländlichen Regionen besteht, übernimmt das flächendeckende Apothekennetz eine wichtige Stabilisierungsfunktion. Eine Schwächung dieses Netzes würde die wohnortsnahe Versorgung verschlechtern.
Abend-, Wochenend- und Randzeiten: Eine geringere Apothekendichte erschwert insbesondere in ländlichen Regionen den Zugang zu Selbstmedikation und Präventionsangeboten ausserhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen.

Quellen: Swiss Stats Map Explorer, © BFS 2026