Politik
Die Ärzte behaupten, dass mit ihrer Initiative Patientinnen und Patienten im Aargau frei wählen können, ob sie ihre Medikamente in der Apotheke, über den Versandhandel oder in ihrer Arztpraxis beziehen möchten.

Diese Behauptung ist falsch. Die echte Wahlfreiheit wird dem Patienten mit der Initiative genommen. Nicht der Arzt, sondern der Patient soll bestimmen, wo, wie und wann er seine Medikamente beziehen will. Die Ärzte werden in Zukunft ihre Diagnose und ihre Therapie darauf ausrichten, sich mit dem direkten Medikamentenverkauf einen möglichst grossen Zusatzverdienst zu sichern. Von freier Wahl kann nicht die Rede sein.



Die Ärzte behaupten, dass mit ihrer Initiative kranke, gebrechliche oder gehbehinderte Personen sicher und schnell versorgt werden können.

Diese Behauptung ist falsch. Dank dem Hauslieferdienst und dem Notfalldienst bieten die Aargauer Apotheker heute schon diesen Service an. Die Initiative würde diesen bewährten Service gefährden.



Die Ärzte behaupten, dass mit ihrer Initiative Patientinnen und Patienten nicht mehr 1 Stunde Wegzeit zur Apotheke hin und 1 Stunde zurück mit dem öffentlichen Verkehr in Kauf nehmen müssen, um zu ihren Medikamenten zu gelangen.

Diese Behauptung ist falsch. Die Initiative gefährdet die Medikamentenversorgung im Kanton Aargau. Im Aargau gibt es über 100 Apotheken. Auf Grund ihrer guten geographischen Verteilung und ihrer breiten Produktepalette ist die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln flächendeckend sichergestellt. Dazu tragen auch der Notfalldienst ausserhalb der Öffnungszeiten und der Hauslieferservice bei.


 
top